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Wir wünschen wunderbare Festtage voller Vorfreude auf die neue Website im Februar 2019


Hier finden Sie eine Auswahl von redaktionellen Beiträgen zur Business Tools

"Gedächtnistraining - Lernen mit Spass", 20 Min, Mai 2018

"Intrapreneurship: Unabdingbar für den Berufseinstieg", www.Campus-Career.ch, August 2017

"Besuchen Sie unternehmerische Kurse", 20 Min, Mai 2017

"Förderung von Start-ups als universitäre Aufgabe", interne Medien der Universität Basel, Juli 2016

"Schritt für Schritt zum Unternehmer", 20Min, März 2016

Kurzfilme mit Tipps auf YouTube

Kurzstatements Business Tools AG, Treuhand Suisse Jubiläumsbroschüre, 2013

"Wer richtig lernt, ist motivierter", 20Min, verfasst von der Kursteilnehmerin Michèle Skarpetowski, April 2012

"Für Entrepreneurs", Unijournal der Universität Zürich, Nr. 2, April 2012

"Innovative Köpfe im Visier", UZH News, März 2012

"Gibt es sogenannte Erfolgsfaktoren für Gründungswillige?", Newsletter 04/10 der Universität Zürich Career Services, Dez. 2010

"Sind Sie ein Unternehmertyp?", Newsletter 03/10 der Universität Zürich Career Services, Sept. 2010

"Selbständig oder besser angestellt sein?" Newsletter 02/10 der Universität Zürich Career Services, Mai 2010

"Selbständigkeit - Fluch oder Segen?", Newsletter Universität Zürich Career Services, 15. Februar 2010

"Selbständigkeit als Selbstverständlichkeit", Jobjournal ETH Zürich, im Oktober 2008

"Sieben gute Gründe gegen die Selbständigkeit", Tages Anzeiger, Weiterbildung, 25. August 2008

"Entwicklungsfreudige Selbständige gesucht", Tages Anzeiger Beilage KMU Ratgeber, März 2008

"Mit Persönlichkeit zum Erfolg", Zürcher Unterländer, März 2008

Der Kunde ist mehr wert als sein Geld", Zürcher Wirtschaft, 20. September 2007

Wissen ist Macht", Tages Anzeiger, Weiterbildung, 29. Januar 2007

Know-how im Bereich Finanzwesen steigert die Überlebenschance", Impuls, September 2006

Weiterentwicklung ist eine Notwendigkeit – So oder so", Zürcher Bauer, 10. März 2006

Über die Nachhaltigkeit der Lust auf eine eigene Firma", Tages Anzeiger, Weiterbildung, 30. Januar 2006 und xecutive.ch

Wer richtig lernt, ist motivierter, 20Min, April 2012

Ist dir schon mal aufgefallen, dass an bestimmten Tagen die Eingangshallen der ETH oder der Uni mit Wegweisern zugestellt sind, die zu irgendwelchen Events führen? Oder bist du schon so gestresst, dass du sie total übersiehst? Falls dir in nächster Zeit ein Schild von Business Tool auffällt und du in deinem Studentenstress verharren möchtest, wäre es fatal, dem Schild zu folgen. Denn es könnte sein, dass du Kursluft schnupperst und dich motiviertes Wissensfieber packt.

 

Die Business Tools AG ist eine Non-Profit-Organisation und ein ETH-Spin-off. Sie betreut zwei Kursprogramme: «Lernen mit Lust» und «Lust auf eine eigene Firma». Wenn du zum Beispiel eine Arbeit präsentieren musst und dir schon beim Gedanken daran die Stimme versagt, wird dir durch den richtigen Kurs der «erfolgreiche Auftritt leicht gemacht». Doch oft sind es die kleinen Dinge im studentischen Alltag, wo wir uns fragen: Wie können wir das alles unter einen Hut bringen?

 

Obwohl die Kurse für uns Studierende etwas kosten, ist das, was wir dort lernen können unbezahlbar. Die Kurse sind nicht nur praxisbezogen, am Ende verlässt man den Vorlesungssaal auch zum ersten Mal hoch motiviert. Die Referenten vermitteln ihr Wissen mit viel Begeisterung, sodass sich die Teilnehmer kaum dieser positiven und aktiven Atmosphäre entziehen können.

Verfasst von Michèle Skarpetowski, ETH-Masterstudentin Architektur

Für Entrepreneurs, Unijournal der Universität Zürich, Nr. 2, April 2012

Die Universität Zürich schafft mit Startup@UZH eine neue Dienstleistungsplattform. Sie soll Angebote bündeln, welche Studierende und Absolventen dazu motivieren und darin unterstützen, selbstständig oder unternehmerisch tätig zu werden. Startup@ UZH bietet Erstberatung, Vernetzung und Veranstaltungen für Angehörige der UZH, die sich als «Entrepreneurs» versuchen wollen. Sechs studentische Projekte hat Stellenleiter Alan Frei bereits unterstützt. Er half, Unterstützer zu finden und die Projekte mit erfolgreichen Unternehmern zu verlinken, die ebenfalls an der Universität Zürich entstanden waren. Zu den unterstützenden Angeboten, auf die Frei aufmerksam macht, gehören etwa unitectra, die Technologietransfer-Organisation der Universitäten Zürich, Bern und Basel oder die Kurse der Non-Profit-Organisation Business Tools. Zu den Zielen von Startup@UZH gehört, erfolgreiche Startups der UZH sichtbarer zu machen. Ein Anliegen ist es Frei, den Irrglauben zu korrigieren, nur wer Betriebswirtschaftslehre studiert habe, könne eine Idee verwirklichen. Jeder, der ein Unternehmen gründen oder sich selbständig machen will, kann die Dienste von Startup@UZH in Anspruch nehmen.

Unijournal im Interview mit Alan Frei. Mehr Infos unter: www.startup.uzh.ch

 

Innovative Köpfe im Visier, UZH News, März 2012

Die Universität Zürich schafft mit «StartUp@UZH» eine neue Plattform mit Dienstleistungen für Studierende sowie Studienabsolventinnen und -absolventen, die sich selbstständig machen und unternehmerisch tätig werden wollen.


Alan Frei: Will den Irrglauben korrigieren, nur wer Betriebswirtschaftslehre studiert habe, könne eine innovative und markttaugliche Idee verwirklichen. (Bild: Adrian Ritter) Alan Frei sitzt in seinem neuen Büro am Hirschengraben. Er ist Leiter der im Herbst 2011 gegründeten Plattform «Startup@UZH». Diese bietet Erstberatung, Vernetzung und Veranstaltungen für Angehörige der UZH, die sich als «Entrepreneurs» versuchen wollen. «Da oben ist ein Riesenpotenzial», sagt Frei und zeigt auf das etwas oberhalb gelegene Hauptgebäude der Universität Zürich. Sechs studentische Projekte hat er bereits unterstützt. Anglistikstudent Jens Poulsen will ausländischen Arbeitnehmern helfen, Wohnung, Krankenkasse und Schule zu finden. Derya Baris will mit seinem Startup Campusvenus.com den Studierenden zu mehr Dates verhelfen.

Alan Frei half ihnen, die richtigen Unterstützer zu finden und sie mit erfolgreichen Unternehmern zu verlinken, die ebenfalls an der Universität Zürich entstanden waren. Zu den unterstützenden Angeboten, auf die Alan Frei aufmerksam macht, gehören etwa unitectra, die Technologietransfer-Organisation der Universitäten Zürich, Bern und Basel oder die Kurse der Non-Profit-Organisation Business Tools.

Auch ohne Betriebswirtschaftslehre

Zu den Zielen von «Startup@UZH» gehört, bisherige erfolgreiche Startups der Universität Zürich zu erfassen und sichtbarer zu machen. 120 UZH-Entrepreneurs hat Frei in Xing und LinkedIn bisher gefunden. Er plant Veranstaltungen, an denen erfolgreiche UZH-Entrepreneurs ihre Projekte vorstellen. Längerfristig möchte er die arrivierten Köpfe auch als Mentoren für den innovativen Nachwuchs an der UZH gewinnen. Ein wichtiges Anliegen ist es Alan Frei, den verbreiteten Irrglauben zu korrigieren, nur wer Betriebswirtschaftslehre studiert habe, könne eine innovative und markttaugliche Idee verwirklichen: «Jedes Studienfach kann Lösungen für gesellschaftliche Probleme entwickeln.»  Um die Dienste von Startup@UZH in Anspruch nehmen zu können, spiele es keine Rolle, ob daraus ein Unternehmen, eine Nichtregierungsorganisation oder eine selbstständige Tätigkeit entstehe.  «In der globalen, mobilen Informationsgesellschaft wird es vermutlich immer mehr Menschen geben, die projektbezogen selbstständig arbeiten.» Diese will er beraten, wenn es um Umsetzung und die Vermarktung einer Idee geht. Entscheidend sei, sich von der Vorstellung zu lösen, eine Idee von A-Z alleine umsetzen zu wollen. Besser sei es, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und etwa für die Gestaltung der Website oder das Rechnungswesen geeignete Partner zu finden.

Unternehmerfieber in China

Sein eigenes Potenzial als Unternehmer hat Alan Frei in China entdeckt. Im Rahmen des Sinologiestudiums war er 2003 für ein Jahr ins Reich der Mitte gereist – und liess sich vom dortigen Gründerfieber anstecken. Zurück an der UZH, sattelte er von seinem Hauptfach Sinologie auf Banking und Finance um. Er wollte Unternehmer werden und gründete eine Online-Plattform für Nachhilfeunterricht. So lernte er die Schweizer Startup-Szene kennen und stellte fest, dass es dort zahlreiche UZH Alumni gibt: «Ihnen fehlte bisher eine Plattform für die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch.» Mit der Idee, diese Lücke zu schliessen, stiess er am Institut für Banking und Finance und bei Unitectra auf offene Ohren. Man verwies ihn an Roger Gfrörer, den Leiter des Career Services der UZH. Dort ist «StartUp@UZH» jetzt auch angeliedert.

Adrian Ritter ist Redaktor von UZH News im Interview mit Alan Frei

Gibt es sogenannte Erfolgsfaktoren für Gründungswillige? Newsletter 04/10 der Universität Zürich Career Services, Dez. 2010

Die Antwort kann ich gleich vorwegnehmen: NEIN, es gibt kein Patentrezept für Erfolg per se. Die unzähligen Faktoren, die dazu beitragen können, dass ein Firmengründender erfolgreich ist, sind individuell und stehen in einem komplexen Zusammenhang. Daher bringt es wenig, hier möglichst viele Erfolgsattribute aufzuzählen, welche in Verbindung mit dem Gründungswilligen gar nicht potenzierbar sind. Ich möchte aber aufzeigen, mit welchen Mitteln mögliche Erfolgsfaktoren identifiziert und nutzbringend eingesetzt werden können.

Was bedeutet Erfolg?
Obschon die Bedeutung von „Erfolg“ vom Wertesystem des Beurteilenden abhängt, kann aus betriebswirtschaftlicher Sicht „Erfolg“ für eine Firmengründung im Sinne des langfristigen Überlebens des Unternehmens definiert werden. Wer zu den glücklichen 50 Prozent gehört, welche fünf Jahre nach der Firmengründung noch immer auf dem Markt ist, hat gute Chancen, sich auf dem Markt nachhaltig etablieren zu können.

Erfolg ist einerseits die Summe richtiger Entscheidungen…
Viele schwerwiegende Fehler lassen sich oft auf die Anfangsphase der Firmengründung zurückzuführen. Sei es das Geschäftsmodell selber, das zu wenig durchdacht ist oder Fehleinschätzungen des Marktes/der eigenen Ressourcen, etc. Je besser Sie sich vorbereiten, desto kleiner ist das Risiko, Fehlentscheide zu fällen, Entdeckt man solche Fehler zu spät, kostet eine Korrektur viel Zeit und Geld (in der Hoffnung, der Gründer verfügt über die erforderlichen Ressourcen). Stützen Sie Ihre Entscheide auf eine möglichst breite Informationsbasis und holen Sie sich Rat, wenn Sie nicht mehr weiterkommen. Auch das Handeln korreliert positiv mit Erfolg: Entscheide müssen auch noch richtig umgesetzt werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Suchen Sie nach Erfolgspotenzialen des Unternehmens!
Erfolgspotentiale gründen auf Fähigkeiten, die es dem Unternehmen erlauben, eine im Vergleich zur Konkurrenz günstige Wettbewerbsposition einzunehmen. Solche Erfolgspotentialen können sich beziehen auf:
- produkt- oder leistungebezogene Fähigkeiten
- marktbezogene Fähigkeiten
- betriebliche, funktionale Fähigkeiten
Der Aufbau von Erfolgspotenzialen kann Jahre dauern; umso wichtiger ist es, sich von Beginn an damit zu beschäftigen. Spätere Erfolge gründen meistens auf (strategischen) Entscheide, die von Jahren getroffen wurden! Dies erklärt, weshalb die Identifizierung und der Aufbau von Erfolgspotentiale eine unabdingbare Prämisse für jede Firmengründung darstellt. Je einzigartiger diese Potentiale sind, desto stärker können Sie sich auf den Markt positionieren.
Selbst wenn der Erfolg etwas auf sich warten lässt, geben Sie nicht zu rasch auf, denn auch bei Firmengründungen gilt: Gut Ding will Weile haben.

Sind Sie ein Unternehmertyp? Newsletter 03/10 der Universität Zürich Career Services, Sept. 2010

Eine gute Geschäftsidee steht und fällt mit derjenigen Person, die das Ganze in Tat umsetzen will. Unabhängig von Analysen über den möglichen Markterfolg der eigenen Geschäftsidee ist die kritische Selbstprüfung unabdingbar. Mit folgenden Attributen haben Sie die besten Chancen, mit einer gut durchdachten Idee den Markteintritt erfolgreich zu meistern. Der ideale Unternehmertyp…

 

         ist ein Machertyp – ein Chancendenkender

         ist selbstbewusst und mutig

         ist lösungsorientiert, entscheidungsfreudig und eigeninitiativ

         verfügt über eine hohe Sozial-, Management- und Fachkompetenz

         besitzt betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse

         ist durchsetzungsvermögend und ambitioniert

         ist innovativ

         verfügt über ein stabiles Umfeld (persönliches, finanzielles, familiäres)

         ist ein Verkäufertyp und liebt es, andere zu überzeugen

         verfügt über soziale Kompetenzen und hat Führungserfahrung

         ist risikobereit und kann loslassen

         ist ein Kenner der Branche

         hat für sich selber einen Businessplan geschrieben

         kann mit (finanziellen) Unsicherheiten umgehen

         verfügt über finanzielle Reserven für Notzeiten

         ist kreditwürdig und verfügt über einen tadellosen Leumund

         ist bereit, die volle wirtschaftliche Verantwortung zu übernehmen

         ist stressresistent und verfügt über einen hohen Durchhaltewillen

         ist bereit, mehr als 60 Std. pro Woche und übers Wochenende zu arbeiten

         usw.

 

Seien Sie nicht beunruhigt, wenn Sie nur einen Bruchteil der Fragen bejahen können, denn: Der ideale Unternehmertyp gibt es nicht. Allerdings ist empirisch erwiesen, dass neben der Fachkompetenz bestimmte Persönlichkeitsfacetten vorhanden sein sollten, die den Erfolg oder Misserfolg einer unternehmerischen Tätigkeit mitbeeinflussen. Unsere Umfrage bei ehemaligen Gründenden förderte u.a. folgende wichtigen Ausprägungen zu Tage: Durchhaltevermögen, Mut, Risikobereitschaft, Zielorientiertheit, Entscheidungsfreudigkeit,  Durchsetzungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenzen und eine gesunde Portion Selbstvertrauen, Letzteres ist unabdingbar, denn wenn Sie nicht an sich und an Ihre Geschäftsidee glauben, wie wollen Sie andere Personen davon überzeugen?


Es gibt noch etwas, was eine/n Unternehmer/in auszeichnet: Keine noch so ambitionierte Anforderungsliste der Welt würde ihn/sie davon abschrecken, die Idee umzusetzen. Solche Listen können helfen, eigene Kompetenzlücken zu schliessen durch gezielte Weiterbildung oder durch die Gründung in einem Team. Und selbst dann kann niemand vorhersagen, ob Sie Erfolg haben werden oder nicht. Da müssen Sie sich zu Beginn selber vertrauen; Das ist beispielsweise eine der Hürden, die nur wahre Unternehmertypen mit Bravour meistern werden.

Selbständig oder besser angestellt sein? Newsletter 02/10 der Universität Zürich Career Services, Mai 2010

Gemäss der Studie Global Entrepreneurship Monitor haben im letzten Jahr 7,7% der Schweizer Bevölkerung den Schritt in die Selbständigkeit gewagt oder befinden sich im Firmenaufbau. Das ist im Vergleich zu den aktuellen Beschäftigungsstatistiken immer noch sehr niedrig. Das sollte sich meines Erachtens ändern.

Wer Sicherheit sucht, macht sich selbständig
Sicherheit ist ein entscheidendes Grundbedürfnis. Da eine Festanstellung heute nicht mehr mit garantierter Sicherheit auf Jahre hinaus einher geht, ist es clever, jederzeit die Selbständigkeit als Option zu prüfen. Als Selbständiger nimmt man die Lebensplanung selber aktiv in die Hand und lernt, sich selber zu vertrauen. Diese neugewonnene Sicherheit in die eigenen Kompetenzen beobachtet man häufiger bei Unternehmenden als bei Angestellten.

Die Motivation ist ein entscheidender Treiber
Die Motivation ist bei beiden Alternativen wichtig. Jedoch können Arbeitnehmende extrinsisch oder intrinsisch motiviert sein, um Ihre Arbeit zu verrichten: Bei der Selbständigkeit reicht alleinige extrinsische Motivation nicht mehr aus, um beispielsweise in schwierigen Zeiten durchhalten zu können. Es überrascht daher kaum, dass die erfolgreiche Selbständigkeit und die intrinsische Motivation positiv korrelieren.

Mehr Wertschätzungsbedürfnisse für Selbständige
Erfolgreiche Selbständige werden für das Erreichte oft stärker „bewundert" als Angestellte, weil sie die Verantwortung und das Risiko gänzlich selber tragen. Es erfordert Mut, sich selbständig zu machen, daher ist die Belohnung für das Erreichen der selbst gesetzten Ziele unter eigenem Einsatz um ein Vielfaches höher. Ein unbeschreibliches Gefühl, welches nur Entrepreneurs vorbehalten ist.

Fazit
Natürlich gibt es ebenso viele plausible Argumente, die für eine Anstellung und gegen die Selbständigkeit sprechen. Am Ende des Tages spielt die Persönlichkeit eine tragende Rolle. Aber eines dürfen wir hier nicht ausser Acht lassen: Unser Umfeld beeinflusst uns erheblich in unserer Entwicklung und Entscheidungen und da ist zu bemängeln, dass es oft am geeigneten Klima für das Unternehmertum fehlt. Die Meisten sind seit Kindesbeinen an mit der klassischen Angestelltenkarriere der Eltern vertraut und werden seltener in ihrem unternehmerischen Potential gefördert. Der positive Zusammenhang der erhöhten Gründungsaktivität von Personen, welche aus einer Unternehmerfamilie stammen, bestätigt dies. Daher sollte man meiner Meinung nach das unternehmerische Denken und Handeln spätestens ab Schuleintritt fördern, damit jeder ganz bewusst seinen eigenen Weg gehen kann, egal für welchen er sich letztendlich entscheidet.

Selbständigkeit – Fluch oder Segen? Newsletter 01/10 der Universität Zürich Career Services, 15. Februar 2010

Dem Schritt in die Selbständigkeit geht ein komplexer Entscheidungsprozess voran. Verfahrenstechnisch gesehen fallen Entscheidungen umso leichter, je kleiner die Unsicherheiten sind. Das ist einfacher gedacht als getan: Die Selbständigkeit zeichnet sich durch stetigen Wandel aus. Je mehr man sich mit dem Thema befasst, umso klarer wird, dass die Sicherheit der Selbständigkeit durch die Person selber und nicht durch Fakten begründet werden muss.

Chancen versus Risiken
Nur jedes zweite Unternehmen überlebt die ersten fünf Geschäftsjahre. Dies zeigt, dass der Schritt in die Selbständigkeit mit Risiken verbunden ist. Jeder Selbständige muss lernen, durch bewusstes Risikomanagement mit Unsicherheiten und Unvorhergesehenem umzugehen. Die gute Nachricht: Hinter jedem Risiko verbirgt sich auch eine Chance. Viele Selbständige entwickeln sich gar zu Chancendenkern, die den Wandel lieben lernen. Ohne Wandel kein Wachstum. Es lebe das Risiko.

Mehr Selbstbestimmung = mehr Freizeit?
Es steht jedem Selbständigen frei, 70 Stunden pro Woche zu arbeiten. In der Aufbauphase ist das nichts Ungewöhnliches. Die Bereitschaft dazu liegt in der Motivation begründet: Selbständige tun das für sich selber, da sie der direkte Nutzniessende ihres Erfolges sind. Selbständige arbeiten gerne, weil sie das tun, was sie am besten können und zwar jederzeit und überall.

Optimismus versus Pessimismus
Besonders in herausfordernden Zeiten kann Optimismus die entscheidende Antriebsfeder fürs Weiterkämpfen sein. Wer pessimistisch mit dem Worst Case Szenario rechnet, kann im Eintrittsfalle ohne Zeitverlust sofort reagieren. Beides ist gleichermassen wichtig: Die Kunst liegt darin, beide Lebensanschauungen optimal einzusetzen. So stehen optimistische Selbständige immer einmal mehr auf, als dass sie hinfallen und die pessimistischen Vertreter/-innen dieser Gattung wissen schon im Voraus, wie sie fallen könnten und mit welchen Mitteln sie rasch wieder auf die Beine kommen können.

Jein – Entscheiden Sie selbst!
In der Selbständigkeit  wird es immer wieder Tage geben, wo man der Verzweiflung nahe ist, weil sich noch kein Lösungsweg für ein akutes Problem abzeichnet. Aber da sind eben auch jene Tage, welche einem das wiedergeben, was vielen Angestellten verlorengeht: Das gute Gefühl, sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Wie alles im Leben hat auch die Selbständigkeit zwei extreme Seiten. Wie man damit umgehen soll? Geheimtipp: Das ist reine Einstellungssache!

"Selbständigkeit als Selbstverständlichkeit" Jobjournal ETH Zürich, im Oktober 2008

Selbständigkeit als Selbstverständlichkeit

Wir erleben einen Gründerboom. Trotzdem ist die Gründerquote im Vergleich zur Anzahl der weisungsgebundenen Angestellten immer noch sehr niedrig. Das erstaunt: Es gibt genug überzeugende Gründe für den Schritt in die Selbständigkeit.

 

Lust auf Transformation

Es gibt kaum ein spannenderer Aktionsradius im beruflichen Umfeld als die Selbständigkeit, da man selber die volle Verantwortung übernimmt. Dieser Anreiz ist eine entscheidende Antriebsfeder für Gründungswillige. Die intrinsische Motivation kann auch nur dann in Erscheinung treten, wenn die Person ihr Verhalten als selbstbestimmt (i.S. von frei gewählt) interpretiert, es also auf innere und nicht etwa äußere Beweggründe (wie z.B. in Aussicht gestellte Belohnungen oder Zwang) zurückführt. Die Motivation ist auch für weisungsgebundene Angestellte wichtig. Jedoch können Arbeitnehmende extrinsisch und/oder intrinsisch motiviert sein, um Ihre Arbeit zu verrichten: Bei der Selbständigkeit reicht alleinige extrinsische Motivation selten aus, um auch in schwierigeren Zeiten durchhalten zu können. Es überrascht daher kaum, dass erfolgreiche Selbständige und intrinsische Motivation klar in einem positiven Zusammenhang stehen.

 

Starke Wertschätzungsbedürfnisse

Das Bedürfnis, sein eigenes Selbstbewusstsein aufzubauen und zu stärken, geht einher mit dem Wunsch nach Beachtung, Anerkennung, Bewunderung, Verehrung durch andere. Obschon viele Arbeitnehmende auch durch Ihre Arbeit Wertschätzung erfahren, ist es für die meisten Selbständige bewusst oder unbewusst ein wichtiger Motor, um Spitzenleistungen erzielen zu können. Erfolgreiche Selbständige werden stärker bewundert als Angestellte, weil sie die Verantwortung und das Risiko selber tragen. Es erfordert Mut, sich selbständig zu machen, doch die Belohnung für das Erreichen der selbst gesetzten Ziele unter eigenem Einsatz ist um ein Vielfaches höher. Ein unbeschreibliches Gefühl, welches nur Entrepreneurs vorbehalten ist.

 

Der Bedarf nach Sicherheit

Sicherheit ist ein entscheidendes Grundbedürfnis und spricht für die Selbständigkeit: Viele Angestellte wägen sich in einer Scheinsicherheit: Eine Festanstellung geht heute nicht mehr einher mit garantierter Sicherheit auf Jahre hinaus. Daher ist es clever, jederzeit die Selbständigkeit als Option zu prüfen. Als Selbständige nimmt man die Lebensplanung selber aktiv in die Hand und lernt, sich selber zu vertrauen. Der bewusste Umgang mit Risiken vermindert unerwartete Überraschungen. Diese neugewonnene Sicherheit stärkt und erhöht die persönliche Kompetenz nachhaltig.

 

Fazit

Natürlich gibt es ebenso viele plausible Argumente, die für eine Anstellung und gegen die Selbständigkeit sprechen. Am Ende des Tages spielt die Persönlichkeit eine tragende Rolle. Aber auch unser Umfeld beeinflusst uns in unserer Entwicklung und Entscheidungen und da ist zu bemängeln, dass es oft am geeigneten Klima für das Unternehmertum fehlt. Viele sind eher vertraut mit dem klassischen Karriereweg in einer Firma, ohne je die Chance zu bekommen, sein eigenes Potential zu entdecken. Wir sollten viel selbstverständlicher mit der Selbständigkeit umgehen, damit jeder seinen eigenen Weg gehen kann, egal für welchen er sich letztendlich bewusst entscheidet.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG

 

"Sieben gute Gründe gegen die Selbständigkeit", Tages Anzeiger, Weiterbildung, 25. August 2008

Sieben gute Gründe gegen die Selbständigkeit

 

Wer träumt nicht davon, sein eigener Chef zu sein? Dennoch entscheidet sich ein Grossteil aller Berufstätigen gegen die Selbständigkeit. Die vorgebrachten Argumente, welche gegen die Selbständigkeit sprechen, sind oft dieselben: Die folgenden sieben Nennungen verfehlen denn auch selten ihre Wirkung. Zu Recht?

 

Kapital fehlt

Ohne Startkapital lässt sich kaum eine eigene Firma aufbauen. Fehlt das notwendige Geld, werden viele gute Ideen auf Eis gelegt. Oder man bricht die Suche nach dem ersten negativen Bescheid eines Kapitalgebers ab. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung, je nach Geschäftsidee und der Höhe des benötigten Investitionskapitals. Die erfolglose Kapitalsuche ist in den meisten Fällen vom Kapitalsuchenden selbstverschuldet: Geschäftsideen sind zuwenig durchdacht. Man hinterfragt nicht, weshalb der Kapitalgeber absagte.
Ein Businessplan zwingt, die Ideen und Vorstellungen systematisch durchzudenken und präzise darzulegen. Wer einen überzeugenden Businessplan vorlegen kann, der findet auch das nötige Startkapital.

 

Geschäftsidee gesucht

Eine gute Geschäftsidee ist ein wichtiger Treiber für den Schritt in die Selbständigkeit. Ideen gibt’s viele: Beobachten Sie die Ärgernisse des Alltags, studieren Sie Kunden und Konkurrenten. Was kann man verbessern, was existiert noch nicht? Der Markt entscheidet, ob eine Idee ankommt.
Der mögliche Erfolg hinter einer Idee zu erkennen, ist schwierig, aber machbar. Marktforschung hilft, das Potential einer Geschäftsidee zu schätzen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Dynamische Marktbedingungen erfordern unternehmerische Anpassungsfähigkeit. Eine Firmengründung in schwierigen Zeiten verschafft einen speziellen Leistungsnachweis für die unternehmerischen Fähigkeiten der Gründenden. Das kann ein überzeugendes Argument für Geschäftspartner/- innen sein. Zudem ist die Markteintrittsbarriere für potentielle Konkurrenten höher. Das kann für die Marktbearbeitung der entscheidende Vorteil gegenüber neuer Konkurrenz bedeuten.


Mehrere Risiken

Unternehmertum bedeutet Handeln auf eigenes Risiko. Es gibt keine Erfolgsgarantie für das Gelingen der Geschäftstätigkeit. Versicherungen oder die Wahl der Rechtsform reduzieren mögliche Verluste.

Man muss lernen, mit Risiken umzugehen. Entscheidend ist ein offener Umgang mit den Risiken, um diese möglichst früh erkennen zu können.

 

Weniger Freizeit

Lange Arbeitstage sind üblich und viele denken auch noch in der Freizeit über das eigene Geschäft nach. Das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, fällt Selbständigen oft schwer. Man muss lernen, sich selbst zu führen. Selbständige handeln aus einem inneren Antrieb heraus, weil man sich selber verwirklichen kann. Die Zufriedenheit kompensiert den höheren Arbeitsaufwand.

Managementtechniken helfen, um die Zeit besser zu nutzen.

 

Alles im Wandel

Geregelte Verhältnisse bieten gewisse Sicherheiten. Das Gegenteil gilt in der Selbständigkeit. Jeder Tag birgt neue Chancen und Risiken. Abhängig von Marktschwankungen und Marktteilnehmenden muss man jederzeit auf Änderungen reagieren können.
Selbständige wollen etwas bewegen. Der Umgang mit dem ständigen Wandel ist anfänglich gewöhnungsbedürftig, aber unabdingbar. Im Wandel kommt ein wichtiger Vorteil zum Tragen, welche Kleinunternehmen gegenüber grossen Firmen besonders auszeichnet: Die unternehmerische Beweglichkeit.

 

Scheinfreiheiten

Als Unternehmer/-in besitzt man eine grosse Entscheidungsfreiheit. Diese ist restriktiv: Einerseits kann sie überfordern, andererseits begrenzt der Markt unternehmerische Möglichkeiten.
Die Herausforderung liegt darin, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und erforderliche Massnahmen zu ergreifen. Dadurch werden eigene Handlungskompetenzen stärker (weiter)entwickelt.

 

Fazit

Es ist bedauerlich, wie viele tolle Ideen nicht verwirklicht werden, weil man sich von Gegenargumenten abschrecken lässt. Es spielt keine Rolle, wie viele Gründe es gegen die Selbständigkeit geben mag:  Hinter jedem Risiko verbirgt sich auch immer eine Chance. Diese gilt es zu erkennen und den Wunsch zu verspüren, etwas zu bewegen.  Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG


"Entwicklungsfreudige Selbständige gesucht", Tages Anzeiger, Beilage KMU Ratgeber, März 2008

In den letzten Jahren hat sich viel getan im Jungunternehmertum. Höchste Zeit für einen kleinen Rückblick. Die Business Tools AG, eine NPO und Spin-off der ETH bietet Kurse zu unternehmerischen Themen an und wollte von ihren ehemaligen Teilnehmenden wissen, wie es ihnen seit dem Kursbesuch ergangen ist.

Mehr Firmengründungen = Mehr Businesspläne?
Die Unternehmensgründungsquote in der Schweiz ist im 2007 erneut gestiegen. Es handelt sich um das dritte aufeinanderfolgende Jahr, in dem ein Zuwachs verzeichnet wurde. Auch für dieses Jahr darf mit erfreulichen Zuwachsraten gerechnet werden. Da erstaunt es kaum, dass sich der Bedarf an Businessplan-Wissen erhöht hat: Umso überraschender war, dass im Vergleich zu unserer Umfrage im Jahr 2000 rund sieben Prozent weniger Businesspläne erstellt wurden. Mögliche Erklärungsansätze liefern weitere Umfrageresultate: Einerseits kann das mit der Wahl der Kapitalbeschaffung für den Start in die Selbständigkeit zusammenhängen: Jene Jungunternehmende, welche fremde Mittel benötigten, haben zwar 14% mehr Businesspläne erstellt, sie machen aber nur 23% aus; die restlichen 77% haben ihre Firma eigenfinanziert und wahrscheinlich daher weniger Businesspläne verfasst. Sehr erfreulich ist, dass sich das Bewusstsein um die Notwendigkeit eines Businessplans zur Kapitalbeschaffung bei Jungunternehmenden weitgehend etabliert hat. Hingegen besteht bei der Sensibilisierung bezüglich der breiten Anwendbarkeit eines Businessplans als Planungs- und Steuerungswerkzeug noch Aufklärungspotential: Ein Businessplan kann überall dort zur Anwendung kommen, wo systematisches Vorgehen gefragt ist, nicht nur bei der Gründung.

Unternehmer/-innentum ganzheitlich betrachten
Nicht nur das Vorhandensein spezieller Hard Skills ist wichtig, viel hängt auch von den Soft Skills ab: Beispielsweise das Durchhaltevermögen gilt seit zehn Jahren bei unseren Auswertungen unverändert als die wichtigste Eigenschaft für Firmengründende. Es ist bekannt, dass von der Startphase bis zur Marktetablierung und Amortisation der Investitionen mit vier bis sechs Jahren zu rechnen ist; da ist es nachvollziehbar, dass sich das Durchhaltevermögen in finanzieller und/oder persönlicher Hinsicht als unabdingbare Eigenschaft auszeichnet.
Es bedarf eines gesunden Selbstvertrauens, des Glaubens in seine Fähigkeiten als Unternehmer/in und des Vertrauens in die eigene Geschäftsidee, wenn man einen erfolgreichen Markteintritt wagen will. Den Sprung in die Selbständigkeit ist mit Risiken behaftet und da erstaunt es kaum, dass der Mut/die Risikobereitschaft an dritter Stelle liegt.
Wichtig ist, dass das eigene Handlungskompetenz-Portfolio nicht zu einseitig gefördert wird: Viele beachten zuwenig, dass sich mit Fachkompenz alleine keine Firma führen lässt.

Altbekannte Schwierigkeiten
Die Finanzierung ist nach wie vor eines der Hauptprobleme für Gründungswillige oder Jungunternehmende: Obschon zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten existieren, begnügen sich viele mit der klassischen Anfrage bei einer einzigen Bank. Oder sie suchen unter den Bekannten jemanden, der in die Idee mitinvestieren könnte. Hinzu kommt, dass viele Kapitalsuchende bei einem ersten Misserfolg zu früh aufgeben. Oft herrscht Unklarheit über den genauen Finanzierungsbedarf oder es mangelt an erforderlichen Kenntnissen, um das Kapital optimal einzusetzen. Entscheidend ist das Bewusstsein um die Wissenslücke und das Einleiten von Massnahmen, welche mögliche Defizite kompensieren.
Beim Sprung in die Selbständigkeit bedarf es generalistische Fähigkeiten und so erstaunt es kaum, dass es in der ersten Phase schwierig  ist, realistisch zu bleiben und den Überblick zu behalten. Hier kann Projektmanagement Abhilfe schaffen.
Sind die ersten Schritte getan, wartet eine weitere Hürde auf die Jungunternehmenden: Die überlebenswichtige Kundenakquisition. Der Aufwand für die Suche nach neuen Kundinnen und Kunden wird immer wieder stark unterschätzt. Das Akquirieren von Kundinnen und Kunden, angefangen bei der Planung über die Umsetzung bis hin zu Kundenbindungsmassnahmen, kostet oft mehr Zeit und Geld als angenommen. Hier gilt das Motto: Gut geplant ist halb gewonnen.
Da der Gründung der eigenen Firma oft ein Angestelltenverhältnis vorangeht, bereitet die Umstellung von einem geregelten Einkommen zu Einkommensschwankungen ebenfalls Mühe. Dies umso mehr, als dass die Fixkosten nach der Gründung eher steigen. Ein Budget mit angemessenen Worst- und Bestcase-Szenarien schützt vor bösen Überraschungen!
Ein weiteres typisches Merkmal der Selbständigkeit ist die Vermischung von Geschäft mit privaten Lebensbereichen: Ohne den Rückhalt der Familie lässt sich ein seriöses Aufbauen und das Führen einer eigenen Firma nicht realisieren. Darum sollte das nähere Umfeld unbedingt in die grundlegenden Entscheide miteinbezogen werden!

Fazit
Die Problembereiche der Selbständigkeit sind in den letzten zehn Jahren praktisch dieselben geblieben. Umso mehr erstaunt es, dass Gründungswillige wie auch Selbständige diese empirisch belegten Erkenntnisse selten zu nutzen wissen. Dadurch liessen sich besonders Risiken mindern und die Erfolgsquote könnte markant gesteigert werden. Viele scheuen die Konfrontation mit eigenen Kompetenzlücken, dabei liegt gerade hier eine grosse Chance der Selbständigkeit: Durch den damit verbundenen hohen Grad an Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung ist das Entwicklungspotential immens gross…….und zwar nicht nur für das Geschäft sondern auch für die eigene Persönlichkeit!
Von Ruth Imholz, Business Tools AG


"Mit Persönlichkeit zum Erfolg“, Tages Anzeiger Beilage KMU Ratgeber, März 2008

In Zeiten wachsender Herausforderungen und Wettbewerb im Berufsalltag gewinnt die gezielte Weiterentwicklung des persönlichen Portfolios immer mehr an Bedeutung. Neben den Hard Skills, welche die fachliche Kompetenzen bzw. die klassische Berufsausbildung nachweisen, wird immer häufiger nach ausweisbaren Soft Skills verlangt; auch bekannt als „weiche Faktoren“, welche eine Breite von menschlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und Persönlichkeitszügen beinhalten, die für das Ausüben einer beruflichen Tätigkeit nötig und förderlich sind. Das Fortbilden von diesen Fähigkeiten macht nicht nur auf persönlicher Ebene Sinn, sondern zahlt sich auch immer mehr in wirtschaftlicher Hinsicht aus.

 

Soft Skills sind in

Empirisch betrachtet weiss man  seit einigen Jahren, dass Soft Skills als Schlüsselqualifikationen im beruflichen Umfeld genau so wichtig oder vereinzelt gar wichtiger sind als das alleinige Fachwissen. Gerade bei Managementaufgaben sollten beispielsweise Menschenkenntnis, Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen zum festen, nachweisbaren Bestandteil des persönlichen Portfolios gehören. Das Bewusstsein über die neue, stärkere Gewichtung von Soft Skills gegenüber den bekannten Hard Skills sowie die Gewissheit, dass viele dieser „weichen Faktoren“ bis zu einem gewissen Grad erlernbar sind, haben einen regelrechten Boom ausgelöst: So dass die Bereitschaft, diese neu zu entdecken und weiterzuentwickeln –sei es autodidaktisch oder über gezielte Weiterbildung – in der gesamten Bevölkerung enorm gestiegen ist. Die Presse als Spiegelbild der Gesellschaft greift das Thema immer öfters auf. Es gibt immer mehr Anbieter, welche Kurse oder Coaching zu diesem Themenfeld anbieten. Eine Marktsättigung ist noch lange nicht in Sicht, gibt es doch unzählige persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die es zu entdecken und weiterzuentwickeln gibt.

 

Die starke Seite der Soft Skills

Jede Person verfügt neben seiner erlernten fachlichen Kompetenz schon von Geburt an über gewisse Soft Skills und/oder hat sich spezielle Fähigkeiten im Laufe der Jahre durch Erfahrung aneignen können. Eben weil wir als Einzelperson – gemessen anhand der Fachkompetenz – rasch austauschbar sind, brauchen wir weitere Differenzierungsmerkmale. Das neue Bewusstsein über die enorme Bedeutung von Soft Skills bringt motivierende Argumente für das zusätzliche Aneignen erlernbare Handlungskompetenzen, namentlich in den Teilbereichen Sozial-, Persönlichkeits- oder Methodenkompetenz. Dank der wachsenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anerkennung lohnt es sich mehr denn je, eigene Schwächen bei den „weichen Faktoren“ gezielt auszugleichen und in die Entwicklung weiterer Soft Skills zu investieren, weil man immer mehr davon ausgehen kann, dass sie diese Investitionen nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch monitär gesehen auszahlen werden dank der steigenden Nachfrage.

 

Der richtige Mix machts

In der ganzen Diskussion um die neuen Schlüsselqualifikationen sollte man jedoch die Pflege und das Erweitern der Hard Skills nicht vernachlässigen. Denn diese unterliegen zusammen mit den Soft Skills einer dynamischen Balance; je nach Bedarf wird die eine oder die andere Seite stärker gewichtet.

Im modernen Wirtschaftsumfeld wird eine immer grössere Bandbreite von Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften verlangt: Je einzigartiger und vielseitiger der persönliche Portfolio-Mix, desto höher liegt die Erfolgsquote.
Von Ruth Imholz, Business Tools AG


„Der Kunde ist mehr wert als sein Geld“, Zürcher Wirtschaft, 20. September 2007

Jungunternehmende verfügen über ein fundiertes Know-how in ihrem Fachgebiet, doch sind sie oft nicht in der Lage, ihre Lösungen überzeugend an die Kunden heranzutragen. Der Nutzen ihrer Produkte oder Dienstleistungen muss aber vom Kunden erkannt werden können, denn die Märkte sind immer transparenter und der Kunde hat heute eine fast grenzenlose Auswahl zwischen nahezu identischen Produkten/Dienstleistungen von unterschiedlichen Anbietern. Das Outsourcen der Akquisitionstätigkeiten bietet keine befriedigende Alternative, da es den Auftragnehmern oft am notwendigen Fachwissen mangelt oder die nötige Begeisterungsfähigkeit fehlt. Zudem vergibt man so unzählige Chancen, mit seinen Kunden direkt in einen Dialog zu treten.

 

Die weit verbreitete Scheu vor der Kaltakquise (oder besser gesagt, von negativen Erfahrungen) ist unbegründet: Denn mit der richtigen Motivation und einer guten Vorbereitung kann man gar nicht verlieren: Selbst wenn aus einem Kundengespräch kein Verkaufsabschluss resultiert, ist man zumindest um eine Verkaufserfahrung reicher. Erlernbares Wissen über die psychologischen Verkaufsaspekte und ein gut durchdachter Gesprächsleitfaden optimieren die Verkaufschancen. Und wenn man dem Kunden auch zuhört und ihm die Angst vor Übervorteilung nimmt, kann daraus ein bereichernder Dialog entstehen.

 

Es ist eine pareto’sche Tatsache, dass Neukundengewinnung viel mehr Aufwand bedeutet, als bestehende Geschäftskundenbeziehungen zu pflegen und dass 20% der Stammkunden 80% des Umsatzes beisteuern: Aber das alleine ist nicht der Grund dafür, Kundengewinnung und Kundenbindung gleich viel Gewicht beizumessen: Kunden liefern wichtiges Feedback, sie sind vertrauenswürdige Beeinflusser und tragen immer häufiger zur Imageprägung einer Firma bei. Durch den Dialog mit den Kunden lässt sich ohne grossen Aufwand die Kundenaffinität stets aufs Neue überprüfen oder man nutzt Gespräche zur qualitativen Marktforschung. So läuft man weniger Gefahr, am Markt vorbei zu wirtschaften.

Der Kunde ist erwiesenermassen mehr wert als sein Geld, daher wäre es fatal, anzunehmen, dass der Akquisitionsprozess beim ersten Verkaufsabschluss endet: Denn nebenbei erwähnt schafft man mit Kundenbindung auch noch die beste Ausgangslage, um dem bestehenden Kunden weitere Lösungen anbieten zu können.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG


„Wissen ist Macht“, Tages Anzeiger, Weiterbildung, 29. Januar 2007

Rund jedes zweite Jungunternehmen im 2005 scheiterte in den ersten fünf Jahren; mit steigender Tendenz bei Firmen, welche bereits schon im ersten Geschäftsjahr Konkurs anmelden mussten. Eine der Hauptursachen dafür ist unlängst bekannt: Fehlende oder ungenügende unternehmerische Kenntnisse.

Wer plant, gewinnt
Die eigentliche Herausforderung in der Selbständigkeit besteht darin, mit seinem unternehmerischen Konzept nachhaltige Erfolge zu erzielen. Doch leider werden viele Neugründungen zu unüberlegt oder zu überstürzt vorgenommen und enden nicht selten im Konkurs, bevor es überhaupt richtig losgeht. Jungunternehmende sind auch häufig durch Multifunktionsmanagement überfordert. Eine Firma gründen und aufbauen ist ein wichtiges Projekt, entsprechend ist es empfehlenswert, Projektmanagement und Planungstools einzusetzen und seriös zu planen.

Marketing ist Chefsache
Marktorientiertes Denken und Handeln ist entscheidend, denn ohne Marketing und Akquisition besteht kaum eine Chance, sich an den schwerumkämpften Märkten der Gegenwart zu etablieren und zu halten. Und wer sich nicht klar von der Konkurrenz differenzieren kann, wird rasch vom Markt verdrängt. Ganzheitliches Marketing ist eine Kernaufgabe in jedem Unternehmen und sollte keinesfalls vernachlässigt werden.

Selber Bilanz ziehen
Ohne das Verständnis für die wesentlichen Elemente und Zusammenhänge des Finanzwesens lässt sich keine Firma erfolgreich führen. Auch wenn die Buchhaltung durch Externe bestellt werden kann: Das Lesen und Verstehen der eigenen Bilanz und Erfolgsrechnung ist unabdingbar und wichtige Ausgangslage für unternehmerische Entscheide.

Investieren Sie

Gerade wegen dem aktuellen Anstieg an Neugründungen ist eine Sensibilisierung der gängigen Stolpersteine sehr wichtig. Es wird viel berichtet und auch oft genug gewarnt: Doch wie es für die Selbständigkeit charakteristisch ist, liegt es in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, geeignete Massnahmen zu ergreifen und in sich selber zu investieren, um Wissensdefizite frühzeitig auszugleichen, damit ihnen auch nach den ersten entscheidenden Jahren die Lust auf eine eigene Firma nicht vergeht.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG


„Know-how im Bereich Finanzwesen steigert die Überlebenschance“, Impuls, September 2006

Rund jedes zweite Jungunternehmen überlebte im 2005 die ersten fünf Jahre nicht; mit steigender Tendenz bei Firmen, welche bereits schon im ersten Geschäftsjahr Konkurs anmelden mussten. Eine der Hauptursachen dafür ist unlängst bekannt: Fehlende oder ungenügende Kenntnisse im Finanzwesen.

            

Fast jedes zweite Jungunternehmen kämpft ums Überleben in den ersten Geschäftsmonaten. Auch wenn die NZZ letzthin in ihrer Ausgabe vom 20. Juni 2006 relativiert, dass „sich bei den Firmenpleiten die Situation entspannt“, ist die Gefahr nach wie vor latent vorhanden. Die Business Tools hat auf das Bedürfnis nach Know-how im Finanzwesen entsprechend reagiert und mit dem Schweizerischen-Treuhänderverband und der Creditreform zwei neue Kursmodule aufgebaut, welche in einem ersten Schritt einen klaren Überblick über die Finanzbuchhaltung bieten und im einen Vertiefungsmodul wichtige Führungsinstrumente vermitteln.

Die Basics des Finanzwesens richtig verstehen

Neugründungen werden meist zu unüberlegt oder zu überstürzt vorgenommen und enden nicht selten im Konkurs. Die eigentliche Herausforderung in der Selbständigkeit besteht darin, mit seinem unternehmerischen Konzept nachhaltige Erfolge zu erzielen. Ohne das Verständnis für die Essentials des Finanzwesens lässt sich keine Firma erfolgreich führen. Auch wenn die Buchhaltung durch Externe bestellt werden kann: Das Lesen und Verstehen der eigenen Bilanz und Erfolgsrechnung ist unabdingbar und wichtige Ausgangslage für unternehmerische Entscheide. Auch Grundkenntnisse der Buchungssätze und das Verständnis für die Grobzusammenhänge der Finanzbuchhaltung braucht es, um die Führung und Kontrolle über die eigene Firma bewusst auszuüben.

Das Finanzwesen klug managen
Dass der finanzielle Teil der betriebswirtschaftlichen Aspekte von Gründungswilligen und Start-ups oft unterschätzt wird, ist ein offenes Geheimnis. Dies liegt auch daran, dass sich die negativen Auswirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen: Finanzielle Stolpersteine säumen den Pfad in guten wie auch in schlechten Zeiten! Die Kennzahlen sind ein unverzichtbares Element für jedes Unternehmen: Sie ersetzen intuitive Urteile durch quantifizierbare Daten; sie machen eine komplexe Realität überschaubar, sensibilisieren für Aspekte, die sonst nicht wahrgenommen werden würden und präzisieren Ziele. Sie sind Grundlage für jede strategische Entscheidung. Auch die oft unterschätzte Liquiditätsplanung, welche der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des eigenen Unternehmens dient, ist ein unabdingbares Planungsinstrument. Und ein straffes Debitorenmanagement wie auch Grundkenntnisse im Vertrags- und Konkursrecht können die Gefahr drohender finanzieller Verluste deutlich reduzieren.

 

Wissensdefizite im Finanzwesen frühzeitig ausgleichen

Die gezielte Sensibilisierung der gängigen Stolpersteine ist auch gerade wegen dem Anstieg an Neugründungen umso wichtiger. Doch wie es für die Selbständigkeit charakteristisch ist, liegt es in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, Massnahmen zu ergreifen, um Wissensdefizite frühzeitig auszugleichen, damit ihnen auch nach den ersten entscheidenden Jahren die Lust auf eine eigene Firma nicht vergeht.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG


„Weiterentwicklung ist eine Notwendigkeit – So oder so“
Zürcher Bauer, 10. März 2006

Aus dem aktuellsten Strategiepapier des Bundesrates über die „Weiterentwicklung der Agrarpolitik“ kommt ein wesentliches Merkmal der ganzen agrarpolitischen Massnahmen klar zum Vorschein: „Die Landwirtschaft wird auch künftig mit einem hohen Rhythmus von Veränderungen konfrontiert bleiben“ und „der Druck auf die Landwirtschaft bleibt hoch“. Der Überlebenskampf des Landwirtschaftssektors wird nicht einfacher und die Weiterentwicklung wird zur Notwendigkeit.

 

Freies Unternehmertum?

Die ganze Verkettung der Problematik der wirtschaftlichen Agrarlandschaft und die unterschiedlichsten Lösungsstrategien scheinen sich nunmehr zu verdichten. Da wird einerseits für massive Korrekturen der bundesrätlichen Vorschläge und mehr Verständnis des Bundesrates gegenüber den Sorgen der Landwirtschaft plädiert und andererseits soll “ein von Bürokratie und Protektionismus geprägter Agrarsektor halbwegs auf den Markt ausgerichtet werden“ (Zürichseezeitung, 15.1.05). In diesen bewegenden Zeiten lässt sich doch wenigstens eine Konstante ausfindig machen: die unternehmerische Komponente des ganzen Berufsstandes wird sich noch weiter intensivieren. Jeder Bauer muss neben berufsspezifischen Kenntnissen schon heute einiges an unternehmerischem Know-how vorweisen, um sich der Fülle von komplexen Aufgaben, die allein der Berufsalltag mit sich bringt, stellen zu können. So hat sich die Betriebswirtschaft als Fach in der Berufsbildung eines Landwirtes längst etabliert und bsp. aus dem Leitbild der Bäuerinnen und Bauern für die Schweizer Landwirtschaft wird das Bedürfnis nach unternehmerischer Anerkennung spürbar. Ob die Forderung von Bundesrat Blocher nach einem „freien Unternehmertum für die Bauern“ (Zitat aus seiner Olma-Rede) jemals in die Realität umgesetzt werden, sei mal dahingestellt. Der Bedarf an unternehmerischem-Know-how wird steigen und zwar besonders hinsichtlich des steigenden Wettbewerbs in der Agrarwirtschaft. Grund genug, sich mit dem eigenen Weiterentwicklungspotential auseinanderzusetzen.

 

 

Weiterbildung als Chance

Die Weiterentwicklung kann auf verschiedenen Stufen ablaufen: Die beiden wichtigsten Pfeiler kennzeichnen die private wie die berufliche Ebene. Einerseits basiert die persönliche Weiterentwicklung auf dem Erfahrungsgewinn und dem daraus umsetzbaren Nutzen und andererseits muss der eigene Betrieb weiterentwicklungsfähig sein. Letzteres ist eine grosse Herausforderung jedes Betriebsleiters und ist von einer Vielzahl von Variablen abhängig, welche zum Teil leider von nicht beeinflussbaren Komponenten abhängen. Die Weiterentwicklung auf persönlicher Ebene ist hinsichtlich der Realisierbarkeit eher steuerbar, beispielsweise durch Weiterbildung:  Durch den Druck und der künftigen Marktveränderungen der ganzen Landwirtschaft ist es naheliegend, dass vor allem das eigene Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge wieder einmal genauer unter die Lupe genommen werden sollte. Weiterbildungen können wieder zu neuen Denkanstössen führen, zu lateralen Lösungsansätze anregen und können eine wichtige Distanz schaffen, um starre Probleme in einem neuen Licht zu betrachten.

 

Prioritäten setzen und offen bleiben

Meistens liegt es weniger am Willen von Bildungswilligen, sondern es spielen oft zeitliche – wie finanzielle Gegebenheiten eine entscheidende Rolle, ob man sich aktiv weiterbilden kann. Doch die Weiterentwicklung ist  im Agrarsektor eine entscheidende Komponente und da tut man gut dran, nicht stehen zu bleiben. Hier muss man Prioritäten setzen. Das Weiterbildungsangebot ist riesig und wieso sich nicht berufsneutrales Know-how auf kompakte Art und Weise aneignen?

 

Wichtig ist, dass man sich heutzutage vielseitig weiterbildet und so einen persönlichen unabdingbaren Beitrag für die Weiterentwicklung in privater wie beruflicher Ebene leistet, denn jene schreitet unaufhörlich voran, so oder so.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG


„Über die Nachhaltigkeit der Lust auf eine eigene Firma“
Tages Anzeiger, Weiterbildung, 30. Januar 2006 und xecutive.ch

Schon Sigmund Freud verstand unter dem Lustprinzip das Streben nach Bedürfnisbefriedigung. Und genau darum geht es auch bei der Gründung einer eigenen Firma: Die Lust auf eine eigene Firma ist eine der ersten wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Start. Das Interesse an der Selbständigkeit ist gross: Einige wagen sogar den Sprung, aber nur die Wenigsten sind auch nachhaltig erfolgreich. Die Lust ist zwar eine essentielle Antriebsfeder, doch reicht sie allein natürlich nicht aus. Das steckt mehr dahinter.

Anlässlich des zehn-jährigen Jubiläums hat die Kursanbieterin Business Tools ihre ehemaligen Teilnehmenden zu ihrer Selbständigkeit befragt und wollte wissen, welche unabdingbaren Eigenschaften ein angehender Jungunternehmende aus ihrer Sicht vorweisen sollte, um die Erfolgschancen zu erhöhen.

Gewichungsrückgänge in den letzten fünf Jahren

Interessanterweise gewichteten die ehemaligen Teilnehmenden das Coaching als unwichtigste Voraussetzung für ein Jungunternehmerdasein. Dies sah bei einer früheren Umfrage mit derselben Grundgesamtheit vor fünf Jahren noch anders aus: Das Coaching lag damals noch an siebter Stelle (von total 34 Rängen). Der vereinfachte Zugang zu umfassenden unternehmerischen Know-how-Portalen via Internet, die steigende Bekanntheit von Anlaufstellen für Jungunternehmende und eine breite Literaturauswahl zu dem Thema haben bestimmt zu einem Anstieg der autodidaktischen Bestrebungen von angehenden Jungunternehmenden geführt. Im Zeitalter der Digitalisierung, wo ganze Firmen per Internet gegründet und geführt werden, entsteht der Bedarf an Coaching nach wie vor, jedoch wohl eher bei individuellen Problem- und spezifischen Aufgabenstellungen; eben wenn man alleine nicht mehr weiter kommt. Auf dem drittletzten Rang zeigen sich Änderungen in den sozialen Lebensgewohnheiten beim „Rückhalt der Familie“: Laut einem Bericht vom Bundesamt für Statistik im März 2005 wurde eine „drastische Veränderung der Struktur der privaten Haushalte“ im Kt. Zürich beobachtet. Eines der Hauptmerkmale dieses strukturellen Wandels liegt im „Anstieg der Zahl der Einpersonenhaushalte um das Zweieinhalbfache, die Zunahme der Zahl der Paarhaushalte ohne Kinder um mehr als die Hälfte sowie der zahlenmässige Rückgang der Paare mit Kinder um 20%“. Als Folge trägt der Bericht auch gleich den Titel „Individualisierung und Kinderlosigkeit“. So ist es kaum verwunderlich, dass die Wichtigkeit des Familienrückhaltes zurückgegangen ist. Auch das Netzwerk hat stark an Bedeutung verloren und ganze neun Ränge eingebüsst. Interessanterweise aber nur bei den männlichen Befragten. Weibliche Firmengründende stufen das Netzwerk stärker als vor fünf Jahren als am Zweitwichtigsten ein. Dies ist unter anderem auf die meist anfangs neunziger Jahre gegründeten Frauennetzwerke zurück zu führen, welche Frauen den Einstieg ins Jungunternehmer(innen)tum auch psychologisch erleichtern und sich inzwischen auf den Netzwerkmarkt gut etabliert haben. Laut dem Bundesamt für Statistik liegt der Frauenanteil an den Selbständigen bei rund 33%; dies entspricht zufälligerweise dem durchschnittlichen Frauenanteil an unseren Kursen in den letzten fünf Jahren, Tendenz steigend.


Die fünf wichtigsten Voraussetzungen für Jungunternehmende

Bei Betrachtung der „top-five“ der wichtigsten Voraussetzungen hat sich in den letzten fünf Jahren nicht viel verändert. Das Schlusslicht dieser Fünfergruppe bildet die Flexibilität: Eine unabdingbare Eigenschaft, welche Jungunternehmen(de) nur schon deswegen aufweisen müssen, um sich überhaupt zwischen den „grossen“ Firmen durchsetzen zu können. Der Sprung in die Selbständigkeit ist ein drastischer Einschnitt ins berufliche und private Leben und bringt einige essentielle Veränderungen mit sich, da erfordert es neben einer guten Geschäftsidee, einer seriösen Planung und dem erforderlichen Kapital auch einer gehörigen Portion Mut und Risikobereitschaft gemäss den Befragten; um so mehr, als dass man mit einem „worst case“-Szenario rechnen muss. Einige Statistiken wie bsp. von der Creditreform zeigen, dass 42% der Konkurs gegangenen Unternehmen weniger als fünf und dass zwei Drittel weniger als zehn Jahre alt waren. Doch davon darf man sich nicht abschrecken lassen: Negative Gesamtstatistiken zum Jungunternehmertum können positiv genutzt werden z.B. als Antrieb für das Verfassen eines Businessplans und zwar unabhängig von einer Kapitalgebersuche, indem man seine Geschäftsidee zuerst „durchspielt“ und so mehr Sicherheit erlangen kann. Genau so wichtig ist die eigentliche Geschäftsidee. Jene sollte sich aus der Masse klar herausheben (sei es durch Innovation oder Einzigartigkeit), ein echtes Kundenbedürfnis erfüllen, einen attraktiven Markt finden und sich wirtschaftlich tatsächlich vermarkten lassen können. Noch evidenter schätzen unsere Befragten das Selbstvertrauen als zweitwichtigste Vorraussetzung ein. Das Vertrauen in die eigenen „Unternehmerqualitäten“ und der Wille zum Erfolg sind mitentscheidend, vor allem bei der Vermarktung. Mit der Willensumsetzung in Zusammenhang steht das Durchhaltevermögen, welches als wichtigste Voraussetzung gewichtet wurde. Die unabdingbare Fähigkeit, mit auf dem langen Weg zur Zielerreichung auftretenden Hindernissen angemessen umzugehen, sowie mit dem Phänomen der 'Entmutigung' fertig zu werden, ist entscheidend. Zusätzlich müssen Jungunternehmende für ihre soziale Sicherheit selbst aufkommen und bis eine Firma auf dem Markt mehr oder weniger bekannt ist, vergehen einige Jahre voller Einsatz. Richtig etabliert ist ein Unternehmen erst nach zirka sechs Jahren. Eine Zeit voller „ups and downs“. Wer aber diese entscheidenden ersten Jahre erfolgreich übersteht, hat es erst einmal geschafft! Das befriedigende Gefühl der Selbstverwirklichung durch den Erfolg der eigenen Firma ist der Lohn. Doch die Lust auf mehr wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen, denn Grenzen gibt es nur dort, wo man sich diese selber setzt.

Von Ruth Imholz, Business Tools AG